Belletristik,  Rezension

Sabine Weiß: Krone der Welt (Historischer Roman)

Autorin Sabine Weiß entführt uns mit ihrem neuen Werk „Krone der Welt“ in das Amsterdam des 16. Jahrhunderts. Wir erleben, wie die Stadt zur Metropole wurde, werden Zeuge einer Geschichte zwischen Liebe und Hass.

Klappentext: „Vincent will als Architekt prächtige Stadthäuser bauen. Ruben sehnt sich nach Abenteuern auf hoher See. Betje ist eine begnadete Köchin. Zusammen sind die Geschwister in Amsterdam gestrandet, einem Ort der märchenhaften Möglichkeiten. Doch es ist auch die Zeit der großen Auseinandersetzungen. Katholiken und Calvinisten streiten um den rechten Glauben, Engländer und Spanier um den Einfluss auf das Land am Meer, Kaufleute um die wirtschaftliche Macht. Können sich die Geschwister in dieser schwierigen Situation behaupten?“

Amsterdam übernimmt auch die Rolle des Hauptprotagonisten. Es ist wahnsinnig interessant, zu lesen, wie die niederländische Stadt zu einem zentralen Punkt aufgebaut wurde.
Der Handlungsstrang um Vincent hingegen passt perfekt in diese Szenarie. Er muss mit seiner Familie aus Antwerpen fliehen, landet in Amsterdam. Mit seinen beiden Geschwistern und seinem Vater lebt er fortan in der Stadt, die von Glaubenskriegen, Intrigen und Gewalt heimgesucht wird. Wer sich historisch auskennt, wird merken, dass es hier um den englisch-spanischen Krieg geht, sowie den niederländischen Aufstand.

Trotzdem wird nachgezeichnet, wie sich Amsterdam entwickelte und welchen Stellenwert die Stadt langsam, aber sicher einnimmt, auch auf architektonische Weise.

Die Autorin liefert dazu die Fluchtgeschichte einer äußerst sympatischen, aber auch authentischen Familie ab. Sie hat unfassbar gut recherchiert, hat die damaligen geschichtlichen Ereignisse genutzt, um sie als zentrales Geschehen in den Roman einfliessen zu lassen.

Das Ergebnis ist ein spannender, historischer Roman, der von der ersten Seite an fesselt und der eine ganz besondere Stimmung beim Leser erzeugt.

Großartig!

4,5/5 *

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